Vergleich der Stabilität von Militärregimen in Mauretanien und Myanmar

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik – Politische Systeme – Allgemeines und Vergleiche, Note: 1,7, FernUniversitat Hagen, Veranstaltung: Demokratie und Regieren im Vergleich, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Anzahl von Militarregimen auf der Welt erreichte Anfang der 1970er Jahre ihren Hohepunkt und wurde im Zuge der dritten Demokratisierungswelle nachhaltig reduziert. Heute jedoch sprechen Forscher im Zusammenhang der politikwissenschaftlichen Relevanz autoritarer Regime vereinzelt wieder von einer regelrechten Revitalisierung in den letzten Jahren. Mit Mauretanien und Myanmar stellen sich zwei Militarregime in Lander dar, die seit ihrer Unabhangigkeit aus der Kolonialisierung von einer Vielzahl an Putschen geplagt worden sind und anhaltend von einer Militarjunta beherrscht werden. Ausser diesen Gemeinsamkeiten handelt es sich jedoch um ausgesprochen unterschiedliche Staaten: Die Militarjunta des asiatischen Vielvolkerstaates Myanmar kampft primar gegen interne ethnische Probleme und um Machterhalt. Dabei findet das international weitgehend isolierte Regime Unterstutzung durch das autoritare Regime Chinas. Das ethnisch arabisch dominierte Militarregime des afrikanischen Mauretaniens hingegen stellt sich mit Unterstutzung demokratischer westlicher Lander den Auswirkungen der externen Bedrohung des transnationalen islamistischen Terrors im Land. Zahlreiche soziokulturelle, religiose, wirtschaftliche oder auch aussenpolitische Unterschiede beider Staaten mehren deren Heterogenitat, die es im Folgenden differenzierter herauszuarbeiten gilt. Es stellt sich daher die Frage, warum trotz der sehr unterschiedlichen Gegebenheiten in beiden Staaten bis in die jungste Zeit Militarregime an der Macht festhalten konnten und worauf deren Stabilitat beruht. Die Hypothese dahingehend soll lauten, dass einflussreiche externe Akteure aufgrund eigener strategischer Interessen als stabilisierende Faktoren fur den Machterhalt der Militarregime agieren. Zur Belegung d”