Boykott – Desinvestment – Sanktionen: Die weltweite Kampagne gegen Israels Apartheid und die völkerrechtswidrige Besatzung Palästinas

Im Jahre 1879 organisierten irische Bauern eine Blockade gegen den Landverwalter Charles Boycott. Sie forderten eine Senkung der Pachten und bessere Arbeitsbedingungen, was sie schließlich auch durchsetzen konnten. Der Boykott wurde zu einer Waffe der Schwachen und Unterdrückten gegen die Mächtigen.
Die BDS-Kampagne entstand in der palästinensischen Zivilgesellschaft und richtet sich gegen die israelische Besatzung, die Militärverwaltung, den fortgesetzten Siedlungsbau und die Unterdrückung und Dislriminierung der Palästinenser. Barghouti erklärt, die BDS-Kampagne, die sich den Kampf gegen das südafrikanische Rassistenregime zum Vorbild nimmt, habe einen gewaltfreien und antirassistischen Charakter. Sie zielt vor allem auch auf den akademischen und kulturellen Bereich ab, weil fast alle israelischen Universitäten Komplizen der Armee und der Besatzung sind. In vielen Ländern, darunter Australien, Skandinavien, Südafrika und in den USA haben bereits Boykott-Aktionen gegen Israel stattgefunden.